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Carsten Seel

Studium
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Vorlesung "Entwicklung von Schlüsselqualifikationen"

Dozent PD Dr. Manfred Geuting (mehr...)

Zeitaum SS 2001
   
Inhalte

(1) Auch in dem neuen Strategie-Handbuch der Unternehmensberatungsfirma BOSTON CONSULTING GROUP wird, in kritischer Abgrenzung vom bisher noch vorherrschenden Kapitalmanagement, betont, daß der Mensch die wichtigste „Wertquelle“ eines Unternehmens sei. Die Mitarbeiter sollten daher nicht bloß aufgrund alter Bilanzierungsregeln als „Kostenfaktoren“, sondern als „Vermögenswerte“ angesehen werden, die es zu finden, zu behalten und zu fördern gelte. Es genüge aber nicht, das Augenmerk nur auf berufliche Spezialqualifikationen zu richten. Entscheidend sei darüber hinaus, möglicht viele Mitarbeiter persönlich höher zu qualifizieren bzw. empor zu bilden, und zwar durch Entwicklung von allgemeinen, übergreifend und weitreichend wirksamen Schlüsselqualifikationen.

(2) In der Vorlesung soll aufgezeigt (und zur Diskussion gestellt) werden, was in der einschlägigen Literatur, insbesondere auch in der Management-Literatur, unter sogenannten Schlüsselqualifikationen verstanden wird. Das Spektrum ist weit gespannt und umschließt beispielsweise Fähigkeiten wie:

  • wichtige Informationen (auch im Internet) auffinden und nutzen können
  • bewährte Methoden kennen und anwenden können
  • wechselnde Situationen wahrnehmen und beurteilen können
  • neue Erfahrungen bewußt herbeiführen, auswerten und reflektieren können
  • Fehler eingestehen und aus Fehlern lernen können
  • positive Möglichkeiten und persönliche Chancen erkennen und ergreifen können
  • die eigene Arbeits- und Lebenszeit organisieren und sinnvoll ausfüllen können
  • längerfristige Ziele setzen und Entscheidungen herbeiführen können
  • Kontakte knüpfen können, aus denen sich möglicherweise partnerschaftliche Arbeits- und Wissensgemeinschaften ergeben
  • Handlungspläne gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten in Arbeitsgruppen verwirklichen können
  • Wirkungen von Entscheidungen und Aktionen und (oft unbeabsichtigte) Nebenwirkungen analysieren, dokumentieren, kritisieren und evaluieren können

Um die Gefahr einer geradezu enzyklopädischen Addition zu vermeiden, soll die Vielzahl der denkbaren Schlüsselqualifikationen vorläufig unter dem integrierenden Leitbegriff HANDLUNGSKOMPETENZ zusammengefaßt werden - zumal die Einzelqualifikationen, bezogen auf einzelne Mitarbeiter und einzelne Arbeitsgruppen, immer auch in einem Gesamtzusammenhang zu sehen sind.

(3) Schließlich sollen in der Vorlesung auch didaktische Wege und Mittel aufgezeigt werden, wie sich Handlungskompetenz(en) vermitteln, einüben und anwenden lassen (z.B. vermittelst von Rollen- und Planspielen, Fallstudien, Projektmethoden, vor allem auch durch selbstkritische Reflexion sowie durch theoretische Studien).

   
Literatur
  • Lang, R. W.: Schlüsselqualifikationen. München, 2000 (dtv, 29,50 DM).
  • Beck, H.: Schlüsselqualifikationen. Darmstadt, 3.Aufl. 1997.
  • Reetz, L./ Reitmann, Th. (Hg.): Schlüsselqualifikationen. Hamburg, 1990.
  • Dörner, D.: Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Reinbeck bei Hamburg, 1989 und 1995 (roror Sachbuch 9340).
  • Malik, F.: Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit. Stuttgart: DVA, 9.Aufl. 2001.
   
Links Lehrstuhl für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der RWTH Aachen
Lehr- und Forschungsgebiet Allgemeine Pädagogik an der RWTH Aachen
Bildungsstudio "Didaktik und Weiterbildung in Strukturbildern"

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