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(1) Auch
in dem neuen Strategie-Handbuch der Unternehmensberatungsfirma
BOSTON CONSULTING GROUP wird, in kritischer Abgrenzung vom bisher
noch vorherrschenden Kapitalmanagement, betont, daß der
Mensch die wichtigste Wertquelle eines Unternehmens
sei. Die Mitarbeiter sollten daher nicht bloß aufgrund
alter Bilanzierungsregeln als Kostenfaktoren, sondern
als Vermögenswerte angesehen werden, die es
zu finden, zu behalten und zu fördern gelte. Es genüge
aber nicht, das Augenmerk nur auf berufliche Spezialqualifikationen
zu richten. Entscheidend sei darüber hinaus, möglicht
viele Mitarbeiter persönlich höher zu qualifizieren
bzw. empor zu bilden, und zwar durch Entwicklung von allgemeinen,
übergreifend und weitreichend wirksamen Schlüsselqualifikationen.
(2) In der Vorlesung soll aufgezeigt (und zur Diskussion gestellt)
werden, was in der einschlägigen Literatur, insbesondere
auch in der Management-Literatur, unter sogenannten Schlüsselqualifikationen
verstanden wird. Das Spektrum ist weit gespannt und umschließt
beispielsweise Fähigkeiten wie:
- wichtige
Informationen (auch im Internet) auffinden und nutzen können
- bewährte
Methoden kennen und anwenden können
- wechselnde
Situationen wahrnehmen und beurteilen können
- neue
Erfahrungen bewußt herbeiführen, auswerten und
reflektieren können
- Fehler
eingestehen und aus Fehlern lernen können
- positive
Möglichkeiten und persönliche Chancen erkennen und
ergreifen können
- die
eigene Arbeits- und Lebenszeit organisieren und sinnvoll ausfüllen
können
- längerfristige
Ziele setzen und Entscheidungen herbeiführen können
- Kontakte
knüpfen können, aus denen sich möglicherweise
partnerschaftliche Arbeits- und Wissensgemeinschaften ergeben
- Handlungspläne
gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten in Arbeitsgruppen verwirklichen
können
- Wirkungen
von Entscheidungen und Aktionen und (oft unbeabsichtigte)
Nebenwirkungen analysieren, dokumentieren, kritisieren und
evaluieren können
Um die Gefahr
einer geradezu enzyklopädischen Addition zu vermeiden,
soll die Vielzahl der denkbaren Schlüsselqualifikationen
vorläufig unter dem integrierenden Leitbegriff HANDLUNGSKOMPETENZ
zusammengefaßt werden - zumal die Einzelqualifikationen,
bezogen auf einzelne Mitarbeiter und einzelne Arbeitsgruppen,
immer auch in einem Gesamtzusammenhang zu sehen sind.
(3) Schließlich
sollen in der Vorlesung auch didaktische Wege und Mittel aufgezeigt
werden, wie sich Handlungskompetenz(en) vermitteln, einüben
und anwenden lassen (z.B. vermittelst von Rollen- und Planspielen,
Fallstudien, Projektmethoden, vor allem auch durch selbstkritische
Reflexion sowie durch theoretische Studien).
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| Literatur |
- Lang,
R. W.: Schlüsselqualifikationen. München, 2000 (dtv,
29,50 DM).
- Beck,
H.: Schlüsselqualifikationen. Darmstadt, 3.Aufl. 1997.
- Reetz,
L./ Reitmann, Th. (Hg.): Schlüsselqualifikationen. Hamburg,
1990.
- Dörner,
D.: Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in
komplexen Situationen. Reinbeck bei Hamburg, 1989 und 1995
(roror Sachbuch 9340).
- Malik,
F.: Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für
eine neue Zeit. Stuttgart: DVA, 9.Aufl. 2001.
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